Die Schau zum 1oo-jährigen Jubiläum des Märkischen Museums unternahm einen Streifzug durch Berlins Kulturgeschichte der letzten einhundert Jahre aus der Perspektive einer technischen Innovation: der Erfindung des künstlichen Lichts. Kunstlicht hat die Stadt verändert, beleuchtet, inszeniert und bis heute maßgeblich geprägt. Mit Bezügen zur Vorgeschichte der Beleuchtung und Exkursen zur heutigen urbanen Lichtlandschaft zeichnete die Ausstellung ein breit angelegtes kultur- und zeithistorisches Berlin-Panorama und ein Spektrum der Technologieentwicklung. Sie umfasste darüber hinaus künstlerische Lichtinstallationen und -interventionen innerhalb und außerhalb des Märkischen Museums.
Im denkmalgeschützten Gebäude des Märkischen Museums, das von Baumeister Ludwig Hoffmann (1862-1933) ursprünglich als reines Tageslichtmuseum konzipiert war, wurden für die Ausstellung über 1.000 Exponate aller Objektkategorien teils in der historischen Szenographie des Museums, teils in neu inszenierten (Licht-)Räumen arrangiert. Die große Objekt- und Themenvielfalt auf der einen Seite und auf der anderen eine behutsam moderne Ausstellungswelt im ehrwürdigen Märkischen Museum waren die Anforderungen an die Szenographie. Die Große Halle, die Foyers, die Zwischenräume und der Rittersaal wurden von den Lichtkünstlern Christina Kubisch, Günter Ries, Susanne Rottenbacher, Ulrike Helms und Jan Köchermann bespielt.
Publikation:
Franziska Nentwig (Hrsg.): Berlin im Licht, G+V Verlag: Berlin 2008
darin: Stefan Iglhaut: Von Einstein on the Beach zu Deutschland sucht den Superstar. Licht als Medium und Material der Kunst und der Gestaltung.









