Blaues Gold – Kulturgeschichte des Wassers

 

Abbildung: gewerk

Auftraggeber Gasometer Oberhausen GmbH
Ort Gasometer Oberhausen
Laufzeit September 2001 – April 2002
Aufgaben Konzeption und Umsetzung der Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit Wolfgang Volz, Leonore Leonardy und gewerk, Berlin (Idee: Ian Ritchie, London)

„Es gibt kein Gefühl, keine Kunst, kein Sprechen, kein Handeln, keine gesellschaftliche Einrichtung, keinen Raum auf dieser Erde, der nicht materiell oder symbolisch, direkt oder indirekt mit dem Wasser zu tun hat“ (Hartmut Böhme). Das Ausstellungsprojekt „Blaues Gold“ suchte als kulturgeschichtlicher Querschnitt und Kunstprojekt zugleich das komplexe Thema Wasser in drei archetypischen Bildwelten anzudeuten.

So fand sich das Publikum zu Beginn inmitten einer kargen Wüstenlandschaft wieder, in der originale Fundobjekte die Zivilisationsgeschichte des lebenswichtigen Elements repräsentierten. Über 800 Tonnen Sand wurden hierfür im Erdgeschoss des Gasometers verteilt. Der Wüste, Inbegriff des Mangels und der Knappheit, folgte als weitere räumliche Installation der Wasserfall, Sinnbild des Reichtums des Wassers und der Naturgewalt. In der Klang- und Videoinstallation von Paul Schütze floss das Wasser auf 22 Projektionsflächen in Zeitlupe nach oben. Lichtprojektionen erinnerten an die seit jeher in verschiedenen Kulturen mit dem Wasser verbundenen Götter und Geister. In der Manege des Gasometers schließlich ragte eine über 50 Meter hohe, speziell für die Architektur des Gasometer Oberhausen kreierte Wasser-Lichtskulptur in den vertikalen Raum, inszeniert zur Feier von Kostbarkeit und Schönheit des Wassers. Über 300.000 Besucher haben die spektakuläre Inszenierung „Blaues Gold“ gesehen.

Publikation:
Wolfgang Volz (Hrsg.): Blaues Gold. Plitt: Oberhausen 2001