Deutsches Buch- und Schriftmuseum

 

Auftraggeber Deutsche Nationalbibliothek
Ort Leipzig
Eröffnung 13. März 2012
Aufgaben Konzeption und Gestaltung der Dauerausstellung. Mitwirkung am inhaltlichen Konzept. Erstellung und Pflege einer Objektdatenbank. Konzeption von Grafik und Medien

Die neue Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums erzählt eine kurze Mediengeschichte der Menschheit. Kern und chronologisches Rückgrat der kulturhistorisch angelegten Ausstellung sind die drei Medieninnovationen Schrift, Buchdruck mit beweglichen Lettern und digitale Netzwelten. Indem sie den zeitlichen Bogen von der Frühgeschichte bis heute spannt, macht die Ausstellung neugierig auf die Geschichte der Medien und regt dazu an, über deren Zukunft in unserer Gesellschaft nachzudenken.

Auf einer Fläche von knapp 900 qm bilden großformatige Wand- und Vitrinenelemente eine räumliche Struktur , die an dreidimensionale kalligraphische Zeichen erinnern. Die Szenographie der Ausstellung ergibt sich aus den räumlichen Verhältnissen zwischen der umgebenden Gebäudearchitektur, den geschwungenen und in ihrer Höhe dynamisch verlaufenden Einbauten und Inseln frei stehender Exponate. Transparenz und Offenheit der Raumkomposition, freie Blickachsen und der Einsatz von gefiltertem Tageslicht durchbrechen das gewohnte Bild dunkler Kabinette vieler kulturgeschichtlicher bzw. buchgeschichtlicher Museen. Dennoch wird dem nötigen Lichtschutz im Dienste der Exponate Genüge getan. Die komplex ausgebildeten Vitrinenwände nehmen alle Arten von Exponaten auf, reagieren mit Spezialeinbauten oder Schüben auf einzelne Objekte und fassen die Themenbereiche räumlich übersichtlich zusammen. Die räumliche Organisation der Ausstellung erfolgt in Kooperation mit den Architekten des 4. Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig, der Arbeitsgemeinschaft Gabriele Glöckler / ZSP Architekten, Stuttgart