Ostfriesisches Landesmuseum Emden

 

Abbildung: Roland Halbe

Auftraggeber Stadt Emden / Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Ort Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Eröffnung September 2005
Aufgaben Gestaltung und Produktion der Dauerausstellung (alle HOAI-Phasen). Konzeption von Licht- und Mediengestaltung

Mehrere Jahre wissenschaftliche Vorbereitung, ein gemeinsamer Wettbewerb für Architekten und Ausstellungsgestalter, die Gewinnung öffentlicher und privater Finanzierungspartner und schließlich eine zweijährige Umbau- und Einrichtungsphase gingen der Wiedereröffnung des Ostfriesischen Landesmuseums Emden am 6. September 2005 voraus.

Die inhaltlich und gestalterisch völlig überarbeitete Ausstellung entfaltet sich in erweiterten Räumen, die in sichtbaren Zeitschichten von ihrer Geschichte erzählen, und bietet ein Wechselspiel von regionalgeschichtlichen, kunst- und kulturgeschichtlichen Komplexen. Gegenwartsbezug, szenographische Akzentuierung und Medienangebote wurden gezielt in die Gesamtdramaturgie aufgenommen. „Aufräumen und entstauben“ gehörten zu den Leitmotiven der Neugestaltung, die auch eine neue Gebäudeerschließung und zusätzliche Themenräume umfassten. Ca. 2.650 qm Ausstellungs- und Publikumsflächen verteilen sich vom Erd- bis in das Dachgeschoss. Eine besondere Stellung nimmt die Rüstkammer in dem Gebäude ein. Angelehnt an den Magazincharakter eines Waffenzeughauses, jedoch übersetzt in eine moderne Gestaltung, werden die Rüstungen und Waffen offen präsentiert. Die Objekte verschwinden nicht hinter Vitrinenglas, sondern treten dem Besucher unmittelbar entgegen. Die räumliche Organisation der neuen Dauerausstellung erfolgte in enger Kooperation mit den Architekten des Erweiterungsbaus und der Gebäudesanierung ahrens grabenhorst architekten BDA, Hannover.

Publikation:
Friedrich Scheele (Hrsg.): Ostfriesisches Landesmuseum Emden. Altes Rathaus in neuem Gewand. Veröffentlichungen des Ostfriesischen Landesmuseums Emden, Heft 21, Emden 2007