Albert Einstein – Ingenieur des Universums

 
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Auftraggeber:
Max-Planck-Gesellschaft, München / Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
Ort:
Kronprinzenpalais Berlin
Laufzeit:
Mai 2005 – September 2005
Fläche:
2.000 qm
Aufgaben:

Gesamtkoordination der Sonderausstellung. Szenografie Serge von Arx in Kooperation mit neo.studio. Grafikdesign Regilindis Westphal.
Ausstellungsgestaltung, Grafik und Licht, Gestaltung und Produktion der Ausstellungsmedien, Medienhardwareplanung, Installationen im Stadtraum, Mitarbeit an der inhaltlichen Konzeption und der Katalogredaktion, Leihverkehr, Produktionsleitung, Kostencontrolling, Verwendungsnachweis.

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Albert Einstein – Ingenieur des Universums
Projektbeschreibung:

Deutschland beteiligte sich an der UNESCO-Initiative World Year of Physics mit zahlreichen wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungen im Rahmen des offiziellen Einstein-Jahres 2005. Ein Herzstück dieses Vorhabens war die Ausstellung „Albert Einstein – Ingenieur des Universums“, die Albert Einstein einem breiten Publikum als den wohl bedeutendsten Wissenschafter des 20. Jahrhunderts ebenso wie als herausragende Person der Zeitgeschichte nahe brachte. Ausgehend vom bahnbrechenden Werk des Theoretikers wurden der Wandel historischer Weltbilder vergegenwärtigt und die Bedingungen und Prozesse wissenschaftlicher Entwicklung dargestellt. Gleichzeitig beleuchtete die Ausstellung den verschlungenen Lebensweg Einsteins vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen seiner Zeit.

Die Gestaltung dieser ca. 2.000 qm großen Ausstellung bedeutete, in einem denkmalgeschützten Gebäude ohne technische Ausstattung ein Museum auf Zeit einzurichten. Das Berliner Kronprinzenpalais stattete IGLHAUT + von GROTE mit allen Aspekten der Museumstechnik aus, selbst klimatisierte Depots im Keller waren zur Vorbereitung und Einrichtung der wertvollen Exponate erforderlich. Die Szenografie lebte vom Zusammenwirken von Originalexponaten aus der Wissenschaftsgeschichte, Einsteins Schriften und biografischen Dokumenten, von der medialen Begleitung und Vertiefung durch interaktive Erläuterungen und Filmen sowie anschauliche Versuchsanordnungen. Zeitzeugen Einsteins wurden befragt und fiktive Interviews mit den Vätern der klassischen Physik ebenso wie Gespräche mit lebenden Wissenschaftlern geführt. Jeder Raum stellte eine neue Bildwelt, ein neues Szenario für die abstrakten Themen der theoretischen Physik dar. So wurden Angebote für ein Verständnis von Einsteins Persönlichkeit und Theorie geschaffen, die weniger auf die flüchtige Wirkung des Einstein-Mythos setzen als vielmehr auf die Begreifbarkeit von Wissenschaft, die – ganz im Sinne Einsteins – nicht im Elfenbeinturm gefangen bleibt.

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