Angst – Eine deutsche Gefühlslage?

 
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Text
Auftraggeber:
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Ort:
Bonn
Eröffnung:
Oktober 2018 bis Mai 2019, ab Oktober 2019 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
Fläche:
200 qm
Aufgaben:

Konzeption und Gestaltung der Wanderausstellung (alle HOAI-Phasen), Ausstellungsgestaltung, Grafik und Licht, Gestaltung und Produktion der Ausstellungsmedien, Medienhardwareplanung, Produktionsleitung, Kostencontrolling, Verwendungsnachweis

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Angst – Eine deutsche Gefühlslage?
Projektbeschreibung:

Die Deutschen sind bekannt für ihre „German Angst“. Mehr noch als die Angst des Individuums bezeichnet dieses Schlagwort ein gesellschaftliches Phänomen, das von den Medien befeuert wird. Dabei schweift der kollektive Blick scheinwerferartig über verschiedene Krisenherde und Katastrophen hinweg.

Die Ausstellung, die im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig gezeigt wird, geht der Frage nach kollektiven Ängsten der Deutschen auf den Grund und wirft einen Blick darauf, was die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg bewegt. Die Themen Angst vor Zuwanderung, Angst vor dem Atomkrieg, Angst vor Umweltzerstörung und Angst vor der totalen Überwachung werden in vier Ausstellungssektionen dargestellt.

Die vom Team des Hauses der Geschichte zusammengetragenen Bilder, Objekte und Medienbeiträge werden in einer konzentrierten, reich bestückten Ausstellung präsentiert. Großprojektionen mit Bildmaterialien und Slogans aus den vier Themenbereichen verstärken die atmosphärische Dichte. Die Ausstellung fordert Besucherinnen und Besucher durch Hands-on-Stationen zum Mitmachen und zum eigenen Reflektieren auf. So kann zum Beispiel die Frage „Was glauben Sie, wovor werden wir 2030 Angst haben?“ in einer visuell inszenierten Umfrage am Ausgang der Ausstellung beantwortet werden. Den Eingangsbereich bildet eine Anamorphose des Begriffs ANGST, eine perspektivische Darstellung, die nur von einem Standpunkt aus lesbar und ansonsten verzerrt erscheint. Die Sektionen sind mit sparsamen Farbakzenten markiert. IGLHAUT + von GROTE hat neben der Ausstellungsarchitektur auch die begleitenden Printmaterialien konzipiert.

 

Szenografie


Grafik


Medien


Print