Being Glenn Gould – Pionier der Medienkunst

 
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Auftraggeber:
Eigeninitiative: selbstinitiierte Projektserie in Kooperation mit Kino Babylon Mitte und Deutsche Guggenheim Museum, Berlin
Ort:
Berlin
Eröffnung:
Oktober 2007
Aufgaben:

Gesamtkonzeption und Koordination von Projekten zu Glenn Goulds Medienschaffen:
Filmfestival in Berlin, Radiofeature anlässlich Goulds 75. Geburtstag, Edition für die Deutsche Guggenheim Berlin, Inhaltliche Konzeption und Durchführung eines Filmfestivals, einer CD -/DVD -Edition und eines Hörfunkfeatures beim Bayerischen Rundfunk 2007 anlässlich des 25. Todestages von Glenn Gould

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Being Glenn Gould – Pionier der Medienkunst
Projektbeschreibung:

Glenn Gould (1932 -1982) gehörte zu den schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er ist in erster Linie berühmt als virtuoser und stets eigenwilliger Pianist, zu seinem Werk zählen aber auch umfangreiche musikhistorische und musiktheoretische Schriften, Kompositionen und – was hierzulande kaum bekannt ist – Arbeiten für Rundfunk und Fernsehen. Stefan Iglhaut realisierte mehrere Projekte zu diesem Kontext, die Glenn Gould als Pionier der Medienkunst vorstellen.
Das gemeinsam mit dem Kino Babylon berlin:mitte durchgeführte und vom Hauptstadtkulturfonds geförderte Festival Being Glenn Gould zeigte zahlreiche Filme und Fernsehbeiträge von, mit und über Glenn Gould, insbesondere aus seiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) in Toronto, der ein wesentlicher Anteil am Zustandekommen des Programms zu verdanken ist, darunter Beiträge, die in Europa noch nie zu hören und zu sehen waren. Die Filmwoche wurde eröffnet durch den kanadischen Musiker Gonzales, der A Concert on Glenn Gould’s Chair gab. Auf einem computergesteuerten Yamaha-Flügel wurden tags darauf Goulds berühmte Goldberg-Variationen von 1955 in einer Live-Performance der Zenph Studios, USA, wieder zum Leben erweckt. Zwei Teile von Goulds Solitude-Trilogy wurden als Hörspiel-Aufführung präsentiert, und der Schauspieler Andreas Leupold las aus Texten von Glenn Gould.
Ein einstündiges Radiofeature über Goulds experimentelle Form des kontrapunktischen Radios lief am 21. September 2007 im Hörspielprogramm des Bayerischen Rundfunks (BR 2, gemeinsam mit Marion Kroner erstellt). Anlässlich der Ausstellung True North erschien eine von Stefan Iglhaut betreute Edition des Gould-Radiostücks The Idea of North aus der Solitude Trilogy gemeinsam mit einer Film- und Audiodokumentation als Edition Nr. 42 der Deutschen Guggenheim Berlin.

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