Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven Masterplan

 
Bilder
Text
Auftraggeber:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven Masterplan
Ort:
Bremerhaven
Zeitraum:
2015 – 2017
Fläche:
8.000 qm
Aufgaben:

Erstellung eines Masterplans für die Maßnahmen zur Neugestaltung der Dauerausstellungen in beiden Gebäuden inkl. Museumshafen

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven Masterplan
Projektbeschreibung:

Das Gesamtprojekt „Neugestaltung des Deutschen Schiffahrtsmuseums“ umfasst Maßnahmen der Gebäudesanierung und der Einrichtung einer neuen Dauerausstellung sowie der Errichtung eines neuen Außendepots. Sanierung, Ausstellungseinrichtung und Depot werden im laufenden Betrieb des Museums umgesetzt. Dies stellt hohe Anforderungen an eine über mehrere Jahre andauernde veränderte Eingangslogistik einschließlich Kasse, Museumsshop und Garderoben, an veränderte Besucherwege, veränderte Wege und Arbeitsplätze für das Museumspersonal und nicht zuletzt an die Kommunikation und das Museumsmarketing anlässlich der besonderen Bedingungen während der Umgestaltung. Die beiden Museumsgebäude von Hans Scharoun (1975) und Dietrich Bangert (2000) sind als Tageslichtmuseen angelegt und stellen somit an die Ausstellungskonzeption besondere Bedingungen in Bezug auf Lichtführung und Exponatschutz.

Im März 2017 eröffnete als erster Bauabschnitt die Kogge-Halle, wo die Besucher in einer neu gestalteten Ausstellung rund um die Bremer Kogge die Geschichte und die Kontexte dieses einzigartigen Exponats erleben können. Bis 2020 eröffnen der Erweiterungsbau (Bangert-Bau, 2018/19) und der Scharoun-Bau (2020).

Die Gesamtausstellung steht unter dem Arbeitstitel „Mensch und Meer“. Während die Ausstellung im Bangert-Bau auf die technischen Funktionen von Schiffen, ihre Bauweisen und Produktionsketten und ihre Umweltbezüge fokussiert sowie am Beispiel eines Forschungsschiffs Fragen nach Wissenschaft und Schifffahrt aufwirft, konzentriert sich die Ausstellung im Scharoun-Bau auf die Funktion des Transports von Menschen und Waren. Die Ausstellung im Bangert-Bau nimmt die Technik des Schiffs in den Blick, die Ausstellung im Scharoun-Bau die ökonomischen und politischen Interessen. Als Verbindungsglied zwischen diesen Ausstellungsschwerpunkten wird ein Modul zu einem Forschungsthema des Museums entwickelt: Schiffe als Medien der Wissensgenerierung. Die Gesamtausstellung zeichnet sich durch eine objektbasierte Herangehensweise aus, die kultur-, sozial- und wissenschaftsgeschichtlich und in ihrer Perspektive globalgeschichtlich angelegt ist. Partizipative und barrierearme Zugänge zu den Ausstellungsinhalten sowie eine semi-permanente, dynamische Konzeption der neuen Ausstellung kennzeichnen die gestalterische Herangehensweise. 

Inhalte