Oldenburg Museum

 
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Auftraggeber:
Stadtmuseum Oldenburg
Ort:
Oldenburg
Zeitraum:
April - Mai 2018
Fläche:
2600 qm
Aufgaben:

Inhaltliche Konzeption und Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Maßnahmen zur Erschaffung eines neuen Museumstypus

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Oldenburg Museum
Projektbeschreibung:

Unsere Lebenswelt steht zunehmend unter globalen Einflüssen, die sich lokal auswirken. Beispiele sind die Digitalisierung und Vernetzung von immer mehr Arbeits- und Lebensbereichen, die Herausbildung neuer Öffentlichkeiten unter den Bedingungen des Internet, weltweite wirtschaftliche Verflechtungen, politische und religiöse Konflikte und die Auswirkungen des Klimawandels und sozialer Ungleichheit. Solche Einflüsse verändern auch die kulturellen Rahmenbedingungen von Museen, denn Museumsarbeit und gesellschaftliche Entwicklungen sind untrennbar miteinander verbunden. Museen sind Teil und zugleich Spiegel des Wandels.

Ein Stadtmuseum kann und soll heute mehr sein als ein Wissensspeicher und ein Ort des Sammelns und Bewahrens. Es kann zum Kulminationspunkt gesellschaftlicher Beteiligung werden, indem es Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung einlädt, es kann Debatten auslösen und aufnehmen und eine Plattform für kulturelle und politische Bildung sein. Es kann durch seine breit gefächerten Angebote und Projekte generationenverbindend wirken und die Kommunikation zwischen unterschiedlichen kulturellen Gruppen fördern. 50 Jahre nach der Errichtung des Stadtmuseums Oldenburg soll dieses nun erneuert werden und so der veränderten Rolle des Museums in der Stadt gerecht werden. Das Büro IGLHAUT + von GROTE hat gemeinsam mit dem Museumsteam ein umfangreiches Konzept zur Neuplanung des Stadtmuseums Oldenburg verfasst, mit dem Ziel, das Stadtmuseum als kulturelle Einrichtung zu erneuern und als Ort der Begegnung zu stärken. Als OLDENBURG MUSEUM soll es mehr denn je Teil der Identität der Stadt sein.

Das neu zu schaffende Museum orientiert sich an modernen Erkenntnissen der Besucherorientierung, setzt auf dialogische Strukturen und zielt darauf ab, Museumsprojekte im Austausch mit der Stadtgesellschaft und unter der Beteiligung Vieler zu entwickeln und umzusetzen. Verbunden mit der Neukonzeption ist die Planung des Umbaus und der Erweiterung des bestehenden Gebäudeensembles, der hierzu ausgelobte Architekturwettbewerb wurde im Januar 2019 entschieden.

Die Neukonzeption des Stadtmuseums Oldenburg beinhaltet historische und gegenwärtige Themenmodule einer Dauerausstellung, die aus den Sammlungen des Museums bestückt wird, ebenso wie Eigenproduktionen von Sonderausstellungen. Für die Dauerausstellung stehen im neuen Gebäude ca. 800 qm Fläche zur Verfügung. Die Ausstellung orientiert sich nicht entlang einer klassischen Chronologie, sondern stellt epochenübergreifende Themen mit Gegenwarts- und Zukunftsbezug vor. Eingangsbereich, Café und Garten und der Verbindungstrakt zum Horst-Janßen-Museum bilden öffentliches Forum und Bühne. In der Übergangsphase zwischen der Schließung des alten Museums und der Eröffnung des Neubaus werden Schauplätze im Stadtraum temporär bespielt und informieren über die Zukunftsprojekte des OLDENBURG MUSEUMS.

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