Schnellboot S71 Gepard

 
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Auftraggeber:
Deutsches Marinemuseum
Ort:
Wilhelmshaven
Eröffnung:
16. Juni 2016
Aufgaben:

Ausstellungsgestaltung, Leitsystem, Grafik, Print, Medienkonzeption, inhaltliche Mitarbeit

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Schnellboot S71 Gepard
Projektbeschreibung:

Schnell, wendig, gefährlich: Diesen Ruf pflegten die Schnellboote der Bundesmarine. Seit über 30 Jahren war die Gepardklasse (143A) mit wechselnden Aufträgen im Einsatz. Das 2015 außer Dienst gestellte Typboot S71 Gepard schließt seit Juni 2106 den Museumshafen des Deutschen Marinemuseum ab, der einen Überblick über die verschiedenen Schiffs- und Waffentypen der Deutschen Marine gibt.

Die begehbare Ausstellung an Bord thematisiert einerseits die technische Ausrüstung des Schiffs, erklärt die Funktion von Motoren und Bewaffnung und gibt einen Überblick über das Innenleben des Schiffs. Zeitgeschichtliche und politische Kontexte ergänzen die Ausstellungserzählung andererseits. Konzipiert für den schnellen Einsatz im Kalten Krieg, verschoben sich die Aufgaben der Schnellboote mit dem Ende des Ostblocks hin zu internationalen Einsätzen wie UN-Missionen im Mittelmeer.

Welche Aufgabe die Schnellboote auch übernahmen, gleich blieben immer die besonders schwierigen Bedingungen, unter denen Mannschaften auf den Booten zusammen leben und arbeiten mussten. Platzmangel, wenig Schlafplätze und knapp kalkulierter Proviant machten die Einsatzfahrten mit einem Schnellboot zu einem schwierigen Unterfangen, das aber auch zu einem besonderen Zusammenhalt unter der Besatzung führte. Über die sozialen Aspekte, aber auch über die individuellen Aufgaben an Bord, geben Gesprächspartner in Videointerviews an exponierten Stellen auf dem Boot Auskunft.

Szenografie


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Der Rundgang über das Schnellboot folgt der Logik des Schiffs sowie den Anforderungen der Besucherführung. Alle zugänglichen Bereiche wurden behutsam mit Erläuterungen versehen, Mini-Screens fügen sich unauffällig in die Bestandseinrichtung ein.

Bereiche ohne Tageslicht wie der Maschinenraum oder die Operationszentrale wurden mit Spotbeleuchtung oder einer Lichtsteuerung in Szene gesetzt.

Grafik


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Leuchtend Rot heben sich die Beschilderung des Leitsystems und der Ausstellungstexte vom grauen Rumpf des Schnellbootes und seinen nautischen Geräten und Zeichen ab.

Die Grafik ermöglicht durch ihre klare und nüchterne Gestaltung die Orientierung der Besucherinnen und Besucher auf dem Schiff: Gut lesbare Beschriftungen, Übersichtspläne und Richtungspfeile gliedern den Rundgang.

Ein Tisch auf dem Kai des Museumshafens gibt einen Überblick über alle Schiffe im Museumshafen und erzählt ihre Geschichte. Dieser ist ebenfalls in mit leuchtend roten Symbolen und Grafiken versehen.

Medien


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Um das außer Dienst gestellte Schnellboot mit Leben zu füllen, berichten Zeitzeugen in Videos von ihren Erfahrungen und ihrer Arbeit auf dem Boot. Die eigens für die Ausstellung gefilmten und zusammengestellten Clips widmen sich den verschiedenen Themen an Bord. Konzept, Drehbuch und Schnitt übernahm IGLHAUT + von GROTE.

Inhalte


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Für die konzeptionelle Aufbereitung des Schnellboots stand IGLHAUT + von GROTE dem Museumsteam beratend zur Seite. Die Entwicklung, Gesprächsführung und filmische Umsetzung der Interviews mit Zeitzeugen war eine inhaltliche Kernaufgabe von IGLHAUT + von GROTE.