Skagerrak 1916 – Seeschlacht ohne Sieger

 
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Auftraggeber:
Deutsches Marinemuseum
Ort:
Wilhelmshaven
Laufzeit:
29. Mai 2016 – 31. Oktober 2016
Fläche:
120 qm
Aufgaben:

Gestaltung und Produktion der Sonderausstellung: Ausstellungsgestaltung, Grafik, Gestaltung und Produktion der Ausstellungsmedien, Medienhardwareplanung, Drucksachen, Produktionsleitung, Kostencontrolling

IGLHAUT + von GROTE Ausstellungsgestaltung und Design / Skagerrak 1916 – Seeschlacht ohne Sieger
Blick in die Ausstellung
Projektbeschreibung:

Vom 31. Mai auf den 1. Juni 1916 trafen vor dem Skagerrak westlich des dänischen Festlandes die britische Grand Fleet und die deutsche Hochseeflotte in einer gewaltigen Seeschlacht aufeinander. Sie gilt als die größte konventionelle Seeschlacht der Weltgeschichte. 250 Schiffe waren beteiligt, bemannt mit etwa 95.000 Soldaten. 8.500 britische und deutsche Seeleute verloren ihr Leben, viele der schweren Schlachtschiffe wurden versenkt.

Das Marinemuseum nimmt den 100. Jahrestag dieser Seeschlacht zum Anlass, in einer Sonderausstellung dieses in Deutschland fast vergessene Ereignis zu beleuchten. Dabei wirft die Skagerrakschlacht noch heute Fragen auf: Wer hat die Schlacht gewonnen? Warum handelten die Akteure in der Schlacht genau so und nicht anders? Was waren die Folgen dieses Ereignisses? Und was bedeutet die Schlacht heute, nach 100. Jahren?

Diesen Fragen spürt die Sonderausstellung in einem A-Z von 26 zentralen Begriffen der Skagerrakschlacht sowie Totenbüchern mit den Namen aller Gefallenen nach. Die Ausstellung ist vollständig in deutscher und englischer Sprache verfügbar und folgt bewusst keinem nationalen Erinnerungsnarrativ. Eingerahmt wird diese Systematik von zwei Multimediainstallationen, die den Verlauf der Schlacht einerseits und andererseits das Nachleben des Ereignisses in den Erinnerungskulturen darstellen.

Szenografie


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Die wohl größte Herausforderung für die Szenografie liegt im Ausstellungsraum selbst: Auf nur 120 qm finden nach dem Alphabet geordnete Objekte und Begriffe sowie Blätterbücher mit den Namen der Toten und vertiefenden Biographien einen Platz. Eingerahmt werden sie von zwei Projektionsflächen mit Filminstallationen. Eine Wandgrafik gibt dem Raum zusätzliche Tiefe.

Das durch Vitrinen und Büchertische strukturierte Raumbild erinnert an Schiffe, die vor Anker liegen.

Grafik


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Ebenso kompakt wie die Ausstellung selbst ist der dazugehörige Ausstellungskatalog: Auf 280 Seiten finden Besucherinnen und Besucher alle Texte und Objekte sowie die Biographien wieder. Zudem realisierte IGLHAUT + von GROTE alle weiteren Drucksachen wie Einladungskarten, Anzeigen und Plakate.

Medien


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Auch in einer kleinen Ausstellung spielen Medien eine große Rolle: Speziell entworfene Blätterbücher enthalten zu jedem Buchstaben des Alphabets Begriffe, Namen und Biographien. Hörstationen mit eingesprochenen Selbstzeugnissen ergänzen die Ausstellungserzählung um eine ganz persönliche Sicht von Zeitgenossen auf die Ereignisse.
Zwei Großprojektionen runden die Ausstellung ab: Für die Ausstellung bearbeitete IGLHAUT + von GROTE einen Animationsfilm zum Verlauf der Schlacht in deutscher Sprache. Einen Dokumentarfilm zur Skagerrakschlacht in der Erinnerungskultur konzipierte und produzierte das Team von IGLHAUT + von GROTE selbst im Auftrag des Deutschen Marinemuseums.

Inhalte


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Von Beginn an war das Team von IGLHAUT + von GROTE in die inhaltliche Konzeption und die Erstellung von Medien einbezogen. Für den Film „Die Erinnerung an die Schlacht“ lieferte das Team das Drehbuch, Archivrecherchen und führte Interviews mit sechs Gesprächspartnern durch. 

IGLHAUT + von GROTE unterstützte zudem die Redaktionsprozesse der Textproduktion.