„Science+Fiction“ war eine Wanderausstellung anlässlich des 40-jährigen bestehendes der VolkswagenStiftung Hannover und untersuchte das Bild der Wirklichkeit in Wissenschaft und Kunst. Wo verläuft die Grenze zwischen Fremdem und Eigenem in der Globalisierung? Wie funktioniert Wahrnehmung durch unser Gehirn? Was bedeuten Eingriffe in die Materie auf atomarer Ebene? Welche Verheißungen und Irrtümer produziert die Wissenschaftskultur? Wissenschaft und Kunst gingen in dieser Ausstellung eine experimentelle Verbindung ein: Wissenschaftliche Bilder und Themen wurden künstlerisch interpretiert, und die Kunstwerke erhielten ein Gegengewicht durch die Konfrontation mit wissenschaftlichen Fakten und Geschichten. Bilder, Objekte, Präparate und Medien kreisten Brennpunkte der Forschung ein und spielten mit ihren kulturellen Voraussetzungen – eine moderne Wunderkammer des Wissens und der Kunst.
Die Ausstellung, zu der international renommierte Künstler und Wissenschaftler beitrugen, wurde von gewerk, Berlin, auf Basis eines modularen Containerprinzips gestaltet, das die Künstler nutzten und modifizierten. Acht Standorte, wechselnde Sprachversionen und Begleitprogramme stellten hohe Anforderungen an Veranstalter und Ausstellungsteam. Mit Auftragsarbeiten waren folgende Künstler bzw. Künstlerteams betraut: Atelier von Lieshout, Rotterdam; Dellbrügge & de Moll, Berlin; Christoph Keller, Berlin; M+M, München; Sommerer & Mignonneau, Gifu, Japan.
Publikation:
Stefan Iglhaut und Thomas Spring (Hrsg.): Science + Fiction. Zwischen Nanowelt und globaler Kultur – Essays und Bilder, Jovis Verlag: Berlin 2002
Stefan Iglhaut und Thomas Spring (Hrsg.): Science + Fiction. Zwischen Nanowelt und globaler Kultur – Ausstellungsführer, Jovis Verlag: Berlin 2002








