Sehnsucht nach dem Krieg? Am Vorabend des Ersten Weltkriegs: Oldenburg 1913

 

Auftraggeber Stadtmuseum Oldenburg
Laufzeit Oktober und November 2013
Bearbeitungszeitraum 2013
Aufgaben Mitarbeit an der Konzeption, Ausstellungsgestaltung, Ausstellungsgrafik, Konzept und Realisierung Medieninhalte, grafische Gestaltung Katalog und Drucksachen

Der Blick auf das Jahr 1913 ermöglicht eine Darstellung von gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnissen in Deutschland im Allgemeinen und in Oldenburg im Besonderen im Jahr vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Damit rücken statt der häufig untersuchten Kriegshandlungen und Kriegsfolgen gesellschaftliche Rahmenbedingungen ins Blickfeld, unter denen der Krieg ausbrechen konnte. Die regionale Perspektive erlaubt eine Momentaufnahme der Stadt Oldenburg und ihrer Gesellschaft.

Die Ausstellung ist inhaltlich dreigeteilt: Der Besucher betritt zunächst ein Panorama des Jahres 1913, ausgestattet mit Objektikonen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen und umgeben von einer projizierten Bilderwelt aus historischen Fotografien, Filmausschnitten, Zeitungsaufmachern und zeitgenössischer Kunst. Den mittleren Teil bildet eine Betrachtung der Stadt Oldenburg im Jahr 1913, verortet auf einer raumbildenden Vergrößerung des Stadtplans aus diesem Jahr. Und als Abschluss wird der Weg in den Untergang des Krieges anhand einer Galerie der Gefallenen Oldenburgs nachgezeichnet – 5000 Soldaten kamen nicht zurück.

IGLHAUT + von GROTE war verantwortlich für die gesamte Planung und Umsetzung der Ausstellung, des Katalogs, der Drucksachen und der Signalisation im Außenraum.