Wissenschaft bringt Neues hervor, auch wenn sie Bekanntes erklärt. Die Nähe zur Fiktion und Imagination ist vor allem dem europäischen Projekt der Synthese von Technik und Wissenschaft eingeschrieben. Daher tauchten zu Beginn der Neuzeit mit der Technowissenschaft auch die Utopien als Vorläufer der Science Fiction auf. “What if” fragt, wohin sich die der Science Fiction eigenen Vorstellungen von der Welt als Netzwerk, der Optimierung von Körper, Intelligenz und Wahrnehmung, des Übergangs in virtuelle Realitäten, und nicht zuletzt des Umbaus der Erwerbsgesellschaft entwickeln.
In sechs Sendungen der Reihe hör!spiel!art.mix widmete sich der Bayerische Rundfunk von September bis Dezember 2006 den Visionen der Informationsgesellschaft in der Science Fiction: mit Hörspielen, Features und Gesprächen. Parallel dazu erschien auf www.telepolis.de eine Folge von Essays und Interviews zum Thema. Der internationale Literaturwettbewerb What if – Visionen der Informationsgesellschaft sprach Autoren von Science Fiction-Stories und -Hörspielen an. Abschließend erschien im Heise Verlag Hannover eine von Stefan Iglhaut, Herbert Kapfer und Florian Rötzer herausgegebene Publikation mit den wichtigsten Beiträgen aus dem Projekt.
Publikation:
Stefan Iglhaut, Herbert Kapfer, Florian Rötzer (Hrsg.): What if – Visionen der Informationsgesellschaft. Zukunftsbilder zwischen Science Fiction und gesellschaftlicher Realität. Heise Verlag: Hannover 2007
Förderer:
Büro Informatikjahr. Bundesministerium für Bildung und Forschung

