Zeitschichten – Erkennen und Erhalten. Denkmalpflege in Deutschland

 

Abbildung: Marcus Veigel

Auftraggeber Deutsche Stiftung Denkmalschutz / Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Ort Residenzschloss Dresden
Laufzeit Juli 2005 – November 2006
Aufgaben Gestaltung und Produktion der Sonderausstellung (alle HOAI-Phasen)

Anlässlich des 100. Jubiläums des Dehio-Handbuchs der Deutschen Kunstdenkmäler initiierten seine Herausgeber in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden diese Ausstellung. Sie thematisierte, mit Blick auf die von Georg Dehio um 1900 formulierte Leitlinien, die Geschichte der modernen Denkmalpflege von ihren Anfängen im frühen 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Mittels zahlreicher Originalobjekte und anhand von Projekten der Denkmalpflege aus ganz Deutschland wurde der Versuch unternommen, eine Positionsbestimmung der zeitgenössischen Denkmalpflege zu formulieren. Angesichts der wechselvollen Bedingungen der Denkmalpflege in der deutschen Geschichte wurde deutlich, dass Denkmalpflege stets am Schnittpunkt zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik agiert.

Besondere Herausforderung und Chance für die Umsetzung der Ausstellung war der Ausstellungsort: das noch unrestaurierte zweite Obergeschoss sowie die wieder errichtete Hofkapelle des ehemaligen Residenzschlosses Dresden. Hier bot sich die Gelegenheit, das Gebäude selbst als Ausstellungsobjekt der Denkmalpflege zu veranschaulichen und an diesem Großexponat die Zeitschichten der Denkmalpflege dingfest zu machen. Die strenge, in einem zurückhaltenden Farbkanon gehaltene Ausstellungsarchitektur für über 1.500 Originalexponate, blieb von der Gebäudesubstanz des Schlosses abgerückt und gab den kostbaren Leihgaben der Ausstellung ihren Entfaltungsraum.

Publikation:
Ingrid Scheurmann (Hrsg.): ZeitSchichten – Erkennen und Erhalten. Denkmalpflege in Deutschland, Deutscher Kunstverlag: München 2005